Seitentypen & Formate
Welche Arten von Webseiten es gibt und wofür sie geeignet sind.
Nicht jede Seite ist gleich. Eine Startseite hat andere Aufgaben als ein Blog-Artikel oder eine Landingpage für eine Werbekampagne. Je besser Sie verstehen, welche Seite welche Rolle spielt, desto gezielter können Sie sie einsetzen - und desto mehr holen Sie aus Ihrer Website heraus.
Eine Zielseite mit einem einzigen Fokus - z. B. Anfragen generieren oder ein Produkt verkaufen.
Eine Landing Page ist eine eigenständige Seite, auf die Besucher über Werbung, E-Mails oder Suchmaschinen "landen". Sie hat ein klares Ziel und verzichtet bewusst auf Ablenkung: kein umfangreiches Menü, keine Seitenleiste - nur die Kernbotschaft und ein Call-to-Action.
Beispiel aus der Praxis
Ein Umzugsunternehmen in Bern schaltet Google-Werbung für "Umzug Bern". Der Klick führt nicht auf die Startseite, sondern auf eine spezielle Landing Page: Überschrift, 3 Vorteile, Kundenstimmen und das Formular "Jetzt Offerte anfordern". Conversion Rate: 12 % statt 3 % auf der normalen Startseite.
One-Pager
Eine Website, die aus einer einzigen, langen Seite besteht.
Ein One-Pager (Einzelseiten-Website) verzichtet auf Unterseiten. Alle Informationen befinden sich auf einer langen, scrollbaren Seite - durch Ankerlinks im Menü springt man zu den einzelnen Abschnitten. One-Pager eignen sich für kleine Projekte mit wenig Inhalt, z. B. Event-Websites oder Portfolio-Seiten.
Beispiel aus der Praxis
Ein DJ in Zürich braucht keine zehn Unterseiten. Sein One-Pager zeigt von oben nach unten: Hero-Bild mit Name, Musikstil, Referenzen, Video-Ausschnitte, Preise und Kontaktformular. Alles auf einer Seite - schnell, kompakt, überzeugend.
E-Commerce
Online-Handel - Produkte oder Dienstleistungen direkt über die Website verkaufen.
E-Commerce (elektronischer Handel) bezeichnet den Kauf und Verkauf von Waren oder Dienstleistungen über das Internet. Eine E-Commerce-Website (Online-Shop) umfasst Produktseiten, einen Warenkorb, Checkout-Prozess und Zahlungsabwicklungⓘ. Auch Dienstleistungs-Buchungen zählen zum E-Commerce.
Beispiel aus der Praxis
Eine Konfitüren-Manufaktur im Toggenburg verkauft bisher nur auf Wochenmärkten. Mit einem Online-Shop erreicht sie plötzlich Kunden in der ganzen Schweiz. Bestellung, Bezahlung (Kreditkarte, TWINT, Rechnung) und Versandbestätigung laufen automatisch.
Portfolio-Seite
Eine Seite, die Ihre besten Arbeiten und Referenzprojekte visuell präsentiert.
Eine Portfolio-Seite zeigt Ihre bisherigen Arbeiten, Projekte oder Referenzen. Sie dient als visueller Beweis Ihrer Kompetenz und Qualität. Besonders wichtig für kreative Berufe, Handwerk und Dienstleister - potenzielle Kunden wollen sehen, was Sie können, bevor sie Sie beauftragen.
Beispiel aus der Praxis
Ein Fotograf in Montreux zeigt auf seiner Portfolio-Seite 20 seiner besten Bilder in Kategorien: Hochzeiten, Events, Porträts. Jedes Bild ist vergrösserbar (Lightbox). Potenzielle Kunden sehen sofort seinen Stil und seine Qualität.
Kontaktformular
Ein Formular auf Ihrer Website, über das Besucher Ihnen direkt eine Nachricht senden.
Ein Kontaktformular ermöglicht Besuchern, Ihnen eine Nachricht zu schicken, ohne ein E-Mail-Programm öffnen zu müssen. Es enthält typischerweise Felder für Name, E-Mail, Telefon und Nachricht. Gute Kontaktformulare sind kurz (nicht mehr als 4-5 Felder), haben eine Bestätigung nach dem Absenden und einen Spam-Schutz.
Beispiel aus der Praxis
Ein Gartenbauer in Wil hat ein Kontaktformular mit nur 3 Feldern: Name, Telefon, "Wie können wir helfen?". Bewusst einfach. Ergebnis: Doppelt so viele Anfragen wie mit dem alten Formular, das 8 Pflichtfelder hatte.
Content-Strategie
Der Plan, welche Inhalte Sie wann und wo auf Ihrer Website veröffentlichen.
Eine Content-Strategie legt fest, welche Inhalte (Texte, Bilder, Videos) auf welchen Seiten veröffentlicht werden, welche Keywords sie ansprechen und wie sie zusammenwirken. Ziel: Jede Seite hat einen klaren Zweck, spricht eine bestimmte Zielgruppe an und unterstützt Ihre Gesamtsichtbarkeit durch Google-Indexierungⓘ.
Beispiel aus der Praxis
Ein Steuerberater in Aarau erstellt eine Content-Strategie: Die Startseite erklärt seine Leistungen, 6 Ratgeber-Seiten beantworten typische Steuerfragen (SEO-Traffic), und eine Preisseite generiert Anfragen. Jede Seite hat ein eigenes Fokus-Keyword und verlinkt auf die anderen.
301-Weiterleitung
Leitet eine alte URL dauerhaft auf eine neue um - wichtig beim Relaunch.
Eine 301-Weiterleitung (Redirect) sagt Browsern und Google: "Diese Seite ist dauerhaft umgezogen. Bitte gehe zur neuen Adresse." Bei einem Website-Relaunch ändern sich oft die URLs. Ohne 301-Weiterleitungen verlieren Sie alle bestehenden Google-Rankings und Besucher landen auf Fehlerseiten.
Beispiel aus der Praxis
Ein Optiker in Winterthur relauncht seine Website. Die alte URL "/unser-angebot/brillen" wird zu "/brillen". Ohne 301-Weiterleitung: Google zeigt eine 404-Fehlerseite. Mit 301: Google versteht den Umzug und überträgt das bisherige Ranking auf die neue URL.
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